Lebewesen unter Tage

   Gesellschaft

Lebewesen unter Tage

Das Unterirdische, so wie es sich darbietet, wird eingeteilt in Belebtes und Unbelebtes. Die unbelebten Dinge wiederum teilt man in solche, welche von selbft aus der Erde zutage treten, und in solche, die ausgegraben werden. die erste Art der unbelebten habe ich in meinen vier B betitelt die aus der Erde zutage tretenden Dinge“ 2), die zweite Art in den zehn B die Natur der Mineralien“ 3) gesprochen.

Nun will ich die unterirdischen Parajumpers Long Bear Lebewesen behandeln. Da alle Arten von Lebewesen aus den vier Elementen bestehen, und da sowohl trockene wie nasse K das ist Wasser und Erde, geeignet sind, sie zu beherbergen, m auch diese beiden K Bestandteile der Lebewesen sein. Hieraus folgt wieder gewisserma mit Naturnotwendigkeit, dass jedes Lebewesen entweder im Wasser oder auf dem Lande erzeugt wurde und in ihnen sich aufh und sich des Lebens freut. Denn auch die gefl Tiere, wenn sie auch zeitweilig durch die Luft fliegen, erbauen ihre Nester doch an der Erde oder auf den ihr entsprie B oder auf den auf ihr errichteten Geb und die Erde oder das Wasser spendet ihnen Nahrung. Und wenn es auch wahr sein sollte, was manche behaupten, dass jene seltenen, nicht sehr gro V deren lange hellgoldgelb gl Federn der T oben an seiner mit vielen kostbaren Edelsteinen geschm Krone f ihr ganzes Leben dauernd in der Luft zubringen, dass das Weibchen auf den Eiern, die es auf den gew R des M gelegt hat, sitzt und mit seinem ebenfalls gew Bauch die Jungen ausbr und dass keines von beiden im Leben jemals mit ihren ganz kurzen, unter Federn versteckten F die Erde ber so scheint es doch unm dass sie allein von der Luft leben oder wachsen, sondern sie m sich irgendwie ern Und auch die kleinen Tierchen, die von den Griechen xxx genannt werden, da sie in irdischem Feuer entstehen, k Erde und Wasser nicht entbehren. Sie entstehen n wie Aristoteles schreibt, in jenen Cyprischen in denen kupferhaltige Moncler Jacke Damen Billig Erze viele Tage lang ger werden; sie sind etwas gr als gro Fliegen und besitzen kleine Fl Sie laufen und springen im Feuer, aber sie sterben, sobald sie daraus entfernt werden. Von den Tieren verkriechen sich manche, obwohl sie sich zu verbergen pflegen, doch nicht in Ritzen, L oder H diese geh nicht zu den unter Tage lebenden. Manche suchen zur Nachtzeit oder nur bisweilen unterirdische H auf, manche zu gewissen Jahreszeiten. Diese beiden sind w dieser Tages oder Jahreszeit als zeitweilig unter Tage lebende zu bezeichnen. Manche endlich bleiben fast dauernd in der Erde verborgen. Diese werden dauernd unter Tagelebendegenannt. Um die Sache noch klarer und deutlicher zu machen, werde ich sie nun ausf behandeln.

2) De natura eorum quae efflunnt ex terra libri IV. Proben. Basileae MDXLVI.

3) De natura fossilium libri X. Froben. Basileae MDXLVI.

Alle Lebewesen empfinden von Natur aus den Wechsel der Jahreszeiten; die meisten wechseln, um sich vor K oder Hitze zu sch entweder das Heimatland oder ihren Standort; oder sie suchen Wohnst auf, z. B. angefressene oder hohle B oder sie kriechen in die Erde. Von denen, die das Heimatland wechseln, kehren manche, wenn sie einmal weggewandert sind, niemals zur andere kehren zur Niemals zur pflegen die mit Vernunft begabten Lebewesen, n die Menschen. Denn diese wechseln ihren Wohnort nicht allein, um sich vor K oder Hitze zu sch sondern sie wandern auch aus wenig ergiebigen und unfruchtbaren Gegenden in bessere und fruchtbare aus; oder wenn die Bev so gewachsen ist, dass das Land sie nicht mehr ern kann, wandert ein Teil aus. Auf diese Weise w eine Gegend oder ein Erdteil die B die sie nicht mehr tragen k auf andere ab. Aus derartigen Gr gab dereinst Scandia 4), die gr aller Halbinseln, den der Goten mit Weib und Kind nach Sarmatien 5) und Dacien 6) ab; die Zimbern und Teutonen wurden von den K Galliens und Belgiens, wohin sie aus Germanien eingewandert waren, durch Meereseinbr vertrieben; ebenso infolge von Erdbeben und Ausbruch von Feuer und hei W die Bewohner der Insel 7), die von Hiero, dem Tyrannen von Syrakus, dort angesiedelt worden waren. Aus Ursachen werden V und St von solchen wandernden Massen aus ihren Stammsitzen und Besitzungen verjagt und vertrieben, die dann in fremde Gegenden einbrechen und sie in Besitz nehmen. Oder sie m durch Krieg bezwungen und unterworfen, den Siegern dienen; oder endlich bewohnen Sieger und Besiegte mit gleichen Anrechten dieselbe Gegend gemeinsam. In Weise begeben sich auch manche nicht mit Vernunft begabte Lebewesen, haupts V aus den Gegenden, in denen sie geboren wurden und zu leben pflegten, in fremde Gegenden und kehren nie oder selten wieder zur Aus gleichen Gr fielen jetzt vor sechs Jahren Heuschrecken in gro Schw die wie eine Pest Kr H Saaten, Str und B verw in Pannonien 8), Dacien und die alten L der Markomannen 9) und Lygier 10) ein, und ebenso sicher oft solche aus Afrika in europ K Wenn aber ein einzelner Mensch in entlegene L auswandert, kehrt er niemals zur ebenso wenig ein einzelnes Tier. So wurde z. B. heute vor etwa 20 Jahren in Noricum 11) ein Tier mit zottigen Hundehaaren gefangen, dessen Vorderbeine, dem 12), menschlichen H dessen Hinterbeine menschlichen F glichen. Und zur Zeit Alberts des Gro 13) wurden in den flavischen W zwei Tiere aufgegriffen, ein M und ein Weibchen, deren Vorder und Hinterbeine ebenso menschlichen

4) Die Insel Schonen im s Schweden.

5) Land des Don.

6) Land zwischen Thei Donau und den Karpaten.

7) Vulkanische Insel mit warmen Quellen an der Westk Italiens gegen Kampanien.

8) R Provinz zwischen Donau, Wiener Wald und dem steirischen H 9) Deutscher zur Gruppe der Suevier z Volksstamm im n Teile von Bayern.

10) Ostgermanische V in Schlesien, Pofen und an der oberen Weichsel.

11) Heutiges s der Donau, Salzburg, Steiermark und K 12) Bei Solinus: cephus, eine Affenart; bei Albertus Magnus: cefusa.

13) Albert von Bollstaedt, geb. zwischen 1193 und 1207 in Lauingen in Schwaben, geft. 1280 als emeritierter Bischof von Regensburg zu K wegen seiner umfassenden und vielseitigen Gelehrsamkeit Albertus Magnus oder auch Doctor universalis genannt, z zu den H der Scholastik und schrieb nicht als selbst Forscher, sondern als vielbelesener Gelehrter, dessen Richtschnur die von der Kirche anerkannten Autorit bilden. Vgl. v. Lippmann, Entst. u. Ausbr. d. Alchemie 1919., S. 490 S. und 679. Die Stelle findet sich in seinem Werk: De animalibus II. 50.

H und F glichen. Er selbst hielt sie f eine Art Affen. einen Ibis 14), der in den Alpen vom Statthalter Marcus Egnatius Calvinus gesehen worden ist, berichtet Plinius. Ferner wissen wir von einem toten Adler, der zu Nordhaufen in Th gefunden worden ist. ist 15), erschlug ein Fleischer aus Dinkelsb einen Adler und verehrte ihn seinem Stadtrat als Geschenk. Dieser Adler stie auf ihn, als er zu Pferde sa am Tage vor Epiphanias nahe der Stadt Rotelin 16) mit so gro Gewalt, dass er beinahe sein Leben verloren h In gleicher Weise ist auch anzunehmen, dass Fische, wenn sie einmal das Meer verlassen haben und in Fl die weithin durch die L flie gelangt sind, nicht wieder in das Meer zur Bis jetzt habe ich Lebewesen gesprochen, die in die Gegenden, aus denen sie ausgewandert sind, nicht wiederzur nun werde ich solche anf die zur und aus gleichen Gr n um sich vor Hitze oder K zu sch Moncler Weste von ihrem Wohnort weggezogen sind und sich im Sommer in k im Winter in w Gegenden aufhalten. Auch Menschen, die auf ihre Gesundheit bedacht find, sch sich vor Hitze und K durch einen Aufenthalt in n oder s Gegenden, eine Sitte, die zuerst bei den R aufgekommen ist. Und ebenso begaben sich K und Beherrscher gro V im Sommer und Winter nach verschiedenen Gegenden. So verbrachten z. B. die Perserk den Winter in Babylon, den Fr in Sufa, den Sommer in Ekbatana. In gleicher Weise wechseln auch V und Wassertiere ihren Aufenthaltsort und wandern aus. Manche von ihnen begeben sich in demselben Lande und der gleichen Gegend, in der sie ihr ganzes Leben zubringen, im Sommer nach k im Winter nach w Stellen, andere ziehen nach weit entfernten Gegenden. Sie fliegen, schwimmen oder wandern zum Aufenthalt nach Orten, wo die Luft so mild ist, dass sie Nahrungsmittel hervorbringt und liefert, dann, wenn ein Boden keine M f ein gutes Wachstum bietet, sei es, dass er durch Frost erstarrt oder durch Hitze austrocknet, oder wenn es an Wasser mangelt, weil dies zugefroren ist. Manche V halten sich im Sommer in W im Winter in der N von Speichern und unter D auf, so die Elster 17) die Kr der Pirol 18), den die Griechen xxx, die R galgulus nennen. die Geier, die Weihen, die Stare, die Drosseln, die Amseln, die Holztauben oder Kohltauben und die Wiedehopfe. Auch Wasserv begeben sich zur Winterszeit in s gelegene Teiche und Fl deren Wasser nicht zufriert, oder an irgendeine andere Stelle der Fl die eisfrei bleibt, so die Reiher,

14) Der Waldrapp, Geronticus eremita, des Conrad Gesner (Historia animal. 4 B Z 1551/54)

15) Da Kaiser Karl V. im Jahre 1516 zur Regierung kam, so ist dies das Jahr 1544. In diesem Jahr scheint also Agricola das vorliegende Buch geschrieben zu haben. Seine Widmung an Georg Fabricius fand aber erst 1548 statt.

16) Rotenburg ob der Tauber?

17) Die Namen sind dem lateinisch deutschen Verzeichnis entnommen, welches dem Buche beigef ist.

18) Lat. Galgulus oder Galbulus ist der Pirol, Oriolus galbula.

die Taucher, die Wasserraben 19), die Schneeg die Wasserh Billig Parajumpers Giuly die Wildenten und die Krickenten. Andere endlich ziehen von weitest entfernten Gegenden nach anderen ebensolchen, wie die Kraniche. Wie Aristoteles berichtet, kommen sie aus dem Lande der Skythen 20) bis zu den S Ober aus denen der Nil entspringt. die Birkh und die Haselh eine noch kleinere Anzahl verbleibt auf darunter die Rebh Ebenso wandern manche Fische, um der Hitze zu entgehen, im Sommer von der K nach der Tiefsee und steigen umgekehrt, der W nachgehenden der Folgezeit aus der Tiefsee, in der sie untergetaucht waren, empor und gehen nach der K wie z. B. die Delphine. Manche Billig Parajumpers Long Bear ziehen von einem Meer in ein anderes, so die Thunfische im Winter aus dem Schwarzen Meer in das Mittelmeer und umgekehrt im Fr aus dem Mittelmeer ins Schwarze Meer. Andere wandern zur gleichen Zeit in irgendwelche Fl wie die Lachse, Thunfische und St Alle diese Lebewesen k nicht als unter Tage lebende bezeichnet werden, ebenso wenig wie auch einige andere, die sich keine Erdh erbauen, auch wenn sie sich im Winter der K im Sommer der Hitze wegen verbergen und verstecken. Sie gleichen den Menschen, die in au kalten oder hei Gegenden wohnen. Wie diese im Winter wegen der K im Sommer wegen der Hitze sich in H zur so tun dies aus dem Geschlecht der Vierf die Igel. Im Winter bergen sie sich in Baumh in die sie im Herbst Obst zusammengetragen haben. In gleicher Weise verstecken sich Eichh Hermeline und Schlangen in Baumh zum gr Teile indes gehen sie, wie ich schon erw habe, in Felsl Manche Schaben und Kakerlaken 21) kriechen in Mauerritzen und Schlupfwinkel in H Ameisen verbergen sich in Erdhaufen, die sie im Fr und Sommer mit gro Flei und vieler M zusammengetragen haben. Hausbienen gehen im Winter in den Bienenstock, die wilden in Baumh in Erd oder Mauerl Hornissen auch in H im Walde oder manchmal in Nester auf B Wespen in die gleichen Schlupfwinkel oder in Waben, die sie im Sommer hergestellt haben. In Weise verbergen sich nicht wenige V zur Winterszeit in H so der Kuckuck, der Specht, der Kolkrabe, dessen Kopf mit roten Flecken gezeichnet ist, weshalb ihn die Griechen xxx nennen, und endlich gewisse Wiedehopfe. Sowohl die Haus wie die Mauerschwalben suchen w Orte in der Nachbarschaft auf. Wenn sie keine solchen finden, begeben sie sich nach engen Bergschluchten, Moncler Jacken in denen bisweilen auch Stare, Holztauben, Turteltauben, Amseln, Lerchen und Wiedehopfe sich zu verbergen pflegen. Im Fr pflegen sie, gleichg ob sie in B oder in den Bergen h die Federn zu verlieren.

Doch nun habe ich genug oder vielleicht auch mehr, als es die Sache erfordert, diejenigen Lebewesen gesprochen, die vor der K oder W weder unter die Erde fl noch in Spalten, L oder H Indes h das Gesagte naturgem eng mit dem Folgenden zusammen, welches ohne Kenntnis des Vorausgegangenen nicht verst genug erkl werden kann.

19) Gemeint ist der Kormoran, Phalocrocorax carbo.

20) Volk, welches n des Schwarzen Meeres und Kaspischen Sees bis tief nach Asien hinein wohnte.

21) Die lateinischen Bezeichnungen blattae et asellae sind im Verzeichnis verdeutscht mit Wiebel, Brotworme, Springwibel, bez. Schefflein. Gemeint sind offenbar Schaben und Insekten.

Von Lebewesen, um derentwillen ich haupts diese Schrift verfasst habe, gibt es drei Formen. Einige von ihnen suchen nur in der Nacht Moncler Outlet oder zeitweise Erdh auf und verstecken sich oder schlafen in ihnen. Alle diese verlassen sie aber meist im Winter, um Nahrung zu holen. Andere suchen zu gewissen Jahreszeiten solche H auf und verbringen einige Monate in tiefem Schlafe darin. Eine letzte Art endlich lebt so gut wie dauernd unter Tage. Zur ersten Form geh nicht nur Landtiere, sondern auch gefl Zuerst will ich mich mit den Landtieren besch Zu den Lebewesen, die H aufsuchen, geh auch Menschen, die deshalb Troglodyten oder H genannt werden. Manche begeben sich in H um sich vor der Hitze zu sch z. B. solche, die in Afrika am Roten Meer wohnen und ebenso die V der Syrtengebiete 22). Andere tun dies der K wegen, so diejenigen, die in Asien hinter dem Kaukasus in gegen Norden zu gelegenen Ebenen wohnen, die Skythen 23) und die Nordlandmenschen, die in dem schwedischen Land Scricfinnia 24) bei Nacht durch Schiffer bedroht werden, die sie durch Feuerbr abwehren. In Gro gibt es, wie Xenophon zuverl schreibt, Wohnungen unter Tage, deren Eingang eng wie ein Schacht ist, w der untere Teil sich erweitert; f die Zugtiere sind Zug ausgegraben, die Menschen steigen auf Leitern hinab. Auf der Insel Tenedos 25) benutzen noch heute die Fischer H in Felsklippen als Wohnung, wie einst der Stra Cacus zwischen dem Berge Aventinus und dem Salzlager von keinem Sonnenstrahl erhelltes Antlitz bedeckte Schrecken“ oder wie die Sybille zu Cumae 26) in jener H am Averner See, die in gleicher Weise durch ihre Malereien ausgezeichnet, wie durch die Weissagung ber war. Und Circe, das als S ber Weib, wohnte xxx 27) wie Homer singt. Bei den Sedunern 28) an der Sittener Stra bei dem Dorf Br 29) liegt ein vollst kleines Kloster, welches Moncler Jacken aus dem Felsen herausgehauen und nicht durch Balken oder Pfosten gest ist; es enth eine Kapelle, Schlafr Speiser K und Weinkeller. In Weise findet man in hohen Gebirgen unterirdische Burgen, so diejenige, die in den Alpen Covolum 30) genannt wird, zu der weder Reiter noch Fu hinaufsteigen k ; sondern sowohl Menschen, wie alles zum Leben Notwendige wird mit Seilen hochgezogen. Ferner gibt es eine solche in einem steil abst Felsen Siziliens, nicht weit vom Berge Eryx 31), welches mit dem Vorgebirge Drepanum 32) durch eine kleine Br verbunden ist, zu dem man nur zu Fu gelangen kann.